2. Zukunftsperspektiven
Die derzeit verfügbaren Methoden für den Nachweis von GVO und ihrer Derivate vermögen nicht zwischen zwei verschiedenen Zutaten in einem Lebensmittel zu unterscheiden. Die Verfahren können nur verwendet werden, um den Inhalt von GVO auf der Artenebene zu quantifizieren.
Derzeit dürfen Unternehmen mit Genehmigung der GVO in Europa Informationen geheim halten, die die Sequenz eines GVO beschreiben. Hierdurch fehlen den Wissenschaftlern grundlegende Informationen, um entsprechende Nachweismethoden zu entwickeln.
Bessere Methoden zur Isolierung und Detektion der Moleküle sind aber von Interesse, und quantitative und qualitative Analyse, die hierfür benötigt werden, sind in der Entwicklung. Die Mehrheit der Entwicklungen konzentriert sich auf DNA-Methoden, welche die Spezifität zu erhöhen vermögen:
• PCR-Methoden, um die Verbindung zwischen dem insertierten und dem integrierten Teil zu ermitteln;
• GVO-spezifische Fingerabdruck-Methoden, ähnlich denen für Straftäter;
• Diagnose-Mikroarrays, ähnlich jenen, mit denen Prädispositionen zu Erbkrankheiten bestimmt werden.
Schließlich haben Kontrollbehörden Eignungsprüfungen für die Industrie und internationale Standards für GVO-Analysen von Seiten akkreditierter Laboratorien organisiert.


